Beginn 5. Woche

Montag, 20. April 2009
Liebe liebe Leute,

wieder back in Cape Town nach 3 Tagen OFF mit Christof, ging es heute mit der zweiten Gruppe in die naechste Runde ... die Berichte 3 und 4 haenge ich an und auch das ein oder andere Bild ... alles Weitere inkl. MORE Fotos guckt doch auf www.bauwagen-goes-south.de, da gibts gaaanz viel zu lesen und viele Fottos zu sehen.


Ich hatte ein wunderbares Wochenende mit Christof ... wir sind nach Spier gefahren, einem Vinyard, haben Wein gekostet (vom Feinsten), haben Leoparden, Adler, Eulen und anderes Greifvogelgetier aus allernaechster Naehe gesehen ... dann nach Stellenbosch, einem WEISSEN Universitaetsstaedtchen, voll von entzueckenden kaphollaendischen Haeusern, irgendwie zuuu sauber, zuuu nett, zuuu touristisch ... nachdem wir morgens laengs durch Khayelitsha gefahren waren, die Shacks, den Dreck und unsere alten Wandbilder gesehen hatten, war diese beschauliche Pracht kaum auszuhalten ... abends dann nach Frenchhoek, einer alten franzoesischen Bastion, ringsum Weingueter, wir fanden eine Unterkunft inmitten eines Weinberges, Berge ringsum auf 360 Grad, ungalublicher Sonnenuntergang, Wein draussen am Pool, eine Stille und herrlicher Sternenhimmel, wie gemalt !!!

Seitdem ist das Wetter fast eher April-maessig, Nebel liess uns ans Meer fahren, nach Hermanus, wo man im SA-Winter Wale fast hautnah erleben kann - wir sahen EINEN in der Ferne, immerhin ! Toller Sonnenuntergang, ein erlesenes Fisch-Abendessen in der Harbour-Rock-Taverne zu Ehren meines Geburtstages, noch einen Cocktail obendrauf und Sterne ... dafuer Regen am naechsten Tag, eine Wanderung in ein kleines Naturreservat mit Botanischem Garten ... wir haben jede Regenluecke genutzt, um draussen zu sein ... erfuellende 3 Tage, einfach schoen ...

Nun hat uns die Stadt zurueck und die Arbeit, die sich heute mit einer kleineren Gruppe gelassener anliess, es sind nur 9 Maedels und 2 Jungs, scheint eine weniger anstrengende Gruppe zu sein ... Donnerstag malen wir zum ersten Mal IN MANENBERG, wir sind gespannt ...
Bis dahin, ich schicke Euch Sonnengruesse und wuensche gute Fruehlingslaune, Ihr habt es auch verdient !!! ;-))) herzlich UTA

4. Woche: Eine kurze, aber intensive Woche!

Montag, 20. April 2009
Am Dienstag sind noch Schulferien, also haben wir ein paar Besprechungstermine vereinbart, ABER in Manenberg haben unsere Partner die schlichtweg “vergessen” und sind auch nicht aufzufinden - also bleibt “nur” die Vorbereitung der Highschoolbesuche mit Frau Krewald vom Kreisgymnasium Heinsberg und ihrer Tochter Anna.

Am nächsten Morgen geht es dann auch gleich zur ersten potenziellen Partnerschule, der Fairmont Secondary School in Grassy Park. Obwohl wir unverhofft kommen, da Mr de Wet uns aufgrund eines Todesfalls in der Familie nicht ankündigen konnte, werden wir vom Direktor sehr freundlich empfangen, durch die Schule geführt und in der Großen Pause allen Lehrern vorgestellt. Die Schule hat bereits eine Partnerschule in GB und auch zwei Austauschschüler aus Deutschland sind gerade da. Sie wirkt gut organisiert und ausgestattet.

Am Nachmittag wird das dritte Bushäuschen in Angriff genommen. Uta und Steven zeichnen die Körperumrisse der Schüler auf Vorder- und Rückseite und dann darf sich jeder nach Belieben ausmalen. Doch heute lässt die Disziplin der Schüler beim Malen sehr zu wünschen übrig. Ratschläge der beiden Künstler werden einfach ignoriert und es wird jede Menge Unfug angestellt. Außerdem haben wir mit dem böigen Wind zu kämpfen, der Farben und Pinsel immer wieder durcheinander wirbelt. Wir sind mit dem Tagesergebnis nicht zufrieden und erstmals etwas genervt von der Disziplinlosigkeit einzelner Schüler, die die anderen heute “aufgemischt” haben. Andererseits erfahren wir auch einiges über deren familiäre Hintergründe - Tatenlosigkeit (“Wir haben uns in den Ferien nur gelangweilt”), ermordete Brüder, Vater im Gefängnis ...

Donnerstag in Manenberg - Am Morgen besuchen wir die Phoenix High und haben ein langes, intensives Gespräch über eine mögliche Schulparternerschaft mit Direktor Abrahams. Er erläutert seine Erwartungen, die auf einen intensiven Erfahrungsaustausch und einen tatsächlichen Austausch von Lehrern und Schülern fokussiert sind. Es wird vereinbart, dass am 21. Mai Schüler und Lehrer aus Heinsberg am Unterricht in Phoenix teilnehmen werden. Anschließend führen uns Juanita und Leon von Selfhelp Manenberg zwei Stunden zu Fuß durch ihren Stadtteil und wir bekommen einen intensiven Eindruck - und die beiden Gäste aus Heinsberg einen ersten Kulturschock. Juanita fährt anschließend auch mit zum Busshelter und redet den Kids ordentlich ins Gewissen. Das scheint zu fruchten. Erst gegen Ende des Tages gibt es wieder “kleine Geplänkel”. Das Ergebnis auf dem dritten Bushäuschen kann sich dann doch sehen lassen, wild, bunt, intensiv stehen die Figuren auf stark farbigem, gelb-grünem Hingtergrund und spiegeln das Geschehen beim Warten wider.

Freitag in Khayelitsha - Die dritte Schule am dritten Tag: Luhlaza High, ehemalige Partnerschule des Inda-Gymnasiums in Aachen. Nach argen Kommunikationsproblemen hat Joint Xingashe von der City of Cape Town den Termin ermöglicht und ist auch bei der Besprechung mit dem neuen Schulleiter, den alle nur “Cups” nennen und drei weiteren Lehrerinnen dabei. Das Gespräch bleibt recht unverbindlich und Cups möchte wissen, wie weit Aachen denn wohl von München entfernt sei (warum ist ihm das wohl so wichtig?). Wir machen noch einen Rundgang durch die Schule und müssen feststellen, dass der Name der Schule (= Grün) leider nicht mehr Programm ist, weil sie die hohe Wasserrechnung nicht mehr bezahlen können, wie uns erklärt wird!

Unsere Gäste aus Heinsberg erwartet danach der zweite Teil des Kulturschocks - Shacks in Khayelitsha, so weit das Auge reicht, und das typische Townshipleben! Wir sind mit Namlela, der Tochter von Golden, verabredet, die uns die verschiedenen Seiten von Khayelitsha zeigt. Wir beginnen natürlich in der Werkstatt ihres Vaters, besuchen anschließend den Kindergarten ihrer Mutter, dann das Projekt Philani (eine Teppich-Weberei, die unbrauchbare T-Shirts recycelt), den Khayelitsha Craft Market (wo Township-Souveniers direkt von den Herstellern gekauft werden können) und Learn to Earn (Ausbildungswerkstätten verschiedenster Art, z.B. Näherei, Buchhaltung, Computerkurse). Am Ende gibt es noch ein Erlebnis besonderer Art: wir fahren Namlela zum Minibusbahnhof, wo ein unbeschreibliches “Gewusel” von Menschen, Marktständen und Minibussen herrscht. Namlela wird die etwa gleichaltrigen Schüler aus Heinsberg Ende Mai ebenfalls durch ihr Township führen, bevor sie im August eine Ausbildung in einem der großen Tourismusbüros in der Innenstadt beginnt.

Das Wochenende ist leider völlig verregnet - Wetter wie in Aachen üblich, also Regen - so lernen unsere Besucher die Museumslandschaft Kapstadts kennen: Distict Six Museum, Museen im Castle of Good Hope, South African Jewish Museum.

Wir hoffen, dass sich im Verlauf der Woche das Wetter wieder bessert und wir nach den Workshops am Montag und Dienstag und dem Wahltag am Mittwoch ab Donnerstag mit einer neuen Schülergruppe das nächste Bushäuschen bemalen können. Wir haben nämlich eine große Überraschung vorbereitet ...

3. Woche: Osterferien!

Montag, 20. April 2009
Wir fühlen uns ein wenig wie Touristen - unsere Verpflichtungen beschränken sich in der Hauptsache darauf Frau Slupina von der Schule Am Lousberg und ihrem Mann die Stadt ihrer Partnerschule nahe zu bringen. Also gehen wir am Montag erstmal zu Fuß durch das Stadtzentrum bis hinunter zum Castle of Good Hope. Am District Six Museum stellen wir fest, dass der Montag wohl überall auf der Welt ganz schlecht für einen Museumsbesuch ist. Dafür haben die beiden Neuankömmlinge am nächsten Morgen Geschichtsunterricht auf Robben Island.

Nachmittags geht es dann zur Fairview Primary School nach Grassy Park. Hier sind wir mit Steven Granger und Joint Xingashe von der City of Cape Town verabredet und werden von Schulleiter Aubrey de Wet und der Lehrerin Zurina Gallo durch die ansonsten menschenleere Schule und den Garten geführt. Steven ist vom Engagement der Schule nach wie vor begeistert und verspricht, die Fairview zur Pilot-Partnerschule des nahe gelegenen False Bay Ecological Park zu machen!

Mister de Wet läd uns für den nächsten Tag zu einer Rundfahrt bis zum Cape Point ein. Der Mittwoch ist also geprägt von den landschaftlichen Schönheiten der Kaphalbinsel. Wir laufen von Muizenberg nach St. James, lachen über die Paviane am Kap, staunen über die atemberaubende Landschaft und sehen in Boulders den Pinguinen beim “Treiben” zu.

Der Donnerstag wird anstrengend! Gemeinsam mit Zolani Mahola, der Sängerin von Freshlyground, steigen wir von Kirstenbosch aus auf den Tafelberg hinauf. Etwa 900 Höhenmeter sind dabei auf zum Teil spektakuläre Weise zu überwinden. Wir geraten ganz schön außer Atem, stehen aber am Ende alle glücklich auf dem Gipfel! Nach viereinhalb Stunden Aufstieg fahren wir in 4 Minuten mit der Seilbahn wieder hinunter und brauchen danach einen Ausruhtag.

Auch die Ostertage verbringen wir ganz ruhig, erfrischen uns im Wasser diverser Pools, schlendern die Promenade von Green Point entlang, schauen dort den Kindern und den Walen beim Spielen zu, kaufen erste “Souveniers”, spazieren durch den Botanischen Garten von Kirstenbosch und genießen die Sonnenuntergänge am Signal Hill.

Bericht 2.Woche

Sonntag, 5. April 2009
Samstag - 28.03.2009 - 20:30 - Earth Hour: die ganze Welt schaltet für eine Stunde das Licht aus und Kapstadt ist erstmalig dabei. Concert in the Dark des Philharmonic Orchestra of Cape Town an der Waterfront und wir mittendrin - wir treffen Andrew und seine Crew von BEN, sie erzeugen mit ihren Fahrrädern den Strom für das Licht, das die Musiker bei ihrem einstündigen Konzert brauchen - wir geraten unfreiwillig auf die VIP-Terrasse vom WWF und treffen Councellor Nieuward, die gleich fragt, wie’s denn mit den Busstops läuft - gut zu wissen, dass sie Bescheid weiß ... Und dann schaltet Bürgermeisterin Zille die Strahler auf den Tafelberg ab, an der Waterfront gehen alle Lichter aus, die Zuschauer zünden ihre Kerzen an, das Orchester spielt und zumindest für ein Stunde wird allen klar gemacht, wieviel Strom auf der Welt unnütz verbraucht wird!

Montag Morgen, wir fahren mit vollgepacktem Auto zur Phoenix High School, gespannt auf die Kinder, die man uns aus der Jahrgangsstufe 9 ausgesucht hat. Letztlich sind es 55 Augenpaare, die uns erwartungsvoll und auch ein wenig ängstlich anschauen - was erwartet sie wohl ? Die Gesichter sind arabisch, indisch, schwarz oder irgendwie gemischt aussehend, die Augen nicht alle braun, sondern auch graue, grüne, sogar blaue sind darunter - coloured ?

Wir führen in unser Projekt ein. Steven van Niekerk, der lokale Künstler aus Manenberg, steht zur Seite und erklärt, übersetzt in Afrikaans, der Muttersprache der Kids. Aufteilung in die 4 Gruppen, Chaos bricht los, ALLE wollen jetzt sofort mit uns anfangen zu arbeiten; was zuerst unlösbar scheint, regelt sich nach einer Weile und wir haben fast gleichgroße Gruppen, in denen sich die Kids der verschiedenen Klassen mischen (das wollten sie anfangs nicht, empfinden es aber mittlerweile als große Bereicherung). - Wir schicken alle bis auf die erste Gruppe wieder in ihre Klassen und fangen direkt mit der Praxis an....

Stacey und Marco vom Edith Stephens Wetland Park erläutern in unnachahmlicher Art die Natur der Umgebung - wir verstehen oft nur wenig, weil alles auf Afrikaans erklärt wird, aber wir merken schnell, worum es geht - den Kreislauf des Wassers, die Wichtigkeit der Wetlands, die hier beheimateten Pflanzen und Tiere ... die Kids saugen die Informationen in sich auf wie ein Schwamm und bringen sie anschließend auch kunstvoll zu Papier - mit Bleistiften, Wachskreiden und schließlich auch mit Pinseln ...

Die erste Woche ist vollgepackt mit Gruppenarbeit, Techniken erläutern, miteinander swappen, gemeinsam essen (alle warten sehnsüchtig auf den Mittagslunch, den sie sonst nie haben - auch das ein Grund, gerne mitzumachen), die Entwürfe auf die Bushäuschen übertragen. Morgens müssen wir Material besorgen, haben ein meeting mit dem Department of Transport, die ängstlich wissen wollen, WAS wir denn da auf die Wände setzen werden (Beispiele aus vergangenen Projekten und kleine Skizzen können sie beruhigen - es ist schon ein Akt des Vertrauens, uns machen zu lassen, ohne die Ergebnisse vorher zu kennen!).

Inzwischen spüren wir eine große Verbundenheit zu dieser ersten großen Gruppe von 16 kleinen, manchmal chaotischen Individuen. Freitag kommen sogar alle schon freiwillig um 10 statt um 13 Uhr, um den ganzen Tag mit uns zu arbeiten; es ist über 30 Grad heiß, fast windstill und wir gehen alle bis an unsere Grenzen. Mit dieser gemeinsamen Anstrengung schaffen wir es, zwei Bushäuschen (fast) fertig zu bekommen. Neben Standpauken, die sein müssen, wenn wieder unvermittelt an der vielbefahrenen Lansdowne Road kleine Kämpfe ausbrechen (sich schubsen, sich anmachen, sich gegenseitig anmalen), haben wir unendlich viel Spaß, die Kids brauchen Lob und Zuwendung so dringend und es zeigt sich schnell, welche der Kids geduldig, konzentriert, talentiert, großspurig, fahrig arbeiten, welche mehr Begleitung brauchen und wer allein loslegen will und kann (viele haben damals in der Primary School das letzte Mal einen Pinsel in der Hand gehalten und noch nie an solch großflächigen Bildern gemalt).

Wenn die Kids um vier Uhr abgeholt werden, gibt´s immer ein großes Abschieds-Hallo und wenn dann Ruhe eingekehrt ist, gehen wir mit Steven gemeinsam nochmal raus an die Straße, den Stand der Dinge begucken. Ein Bushäuschen zeigt den Tafelberg mit verschiedenen Himmeln darüber, den Teich vom Edith Stephens Wetland Park und das umgebende Grün. Das andere Bushäuschen umgibt ein Fries aus wildem Gras, darin verstecken und zeigen sich viele Tiere, reduziert und abstrahiert. Die Kinder waren heiß darauf, wer welches Tier besonders gut zeichnen kann und malen darf - hier haben sie sich alle individuell verewigt!

Steven ist uns in den Tagen der Zusammenarbeit ans Herz gewachsen mit seiner verschmitzten Art; Sohn Dante und Freundin kennen wir auch schon; wir trauen uns auch, in die kleine, windschiefe Straße mit den vielen rumlungernden Menschen reinzufahren und ihn vor seinem Haus abzuholen; er lebt hier in einem Shack, angebaut an ein 2-stöckiges Haus; dort wohnen Mutter, Sohn und Kindsmutter; die Umgebung ist unvorstellbar improvisiert, sprich arm und runtergekommen.

Und sonst? ... Es ist Wochenende - wir sind geschlaucht, aber glücklich - am Freitag schaffen wir es nach all den Anstrengungen auf das International Jazzfestival, wo etwa 20.000 Menschen begeistert singen und tanzen! Wir gehören zu dem kleinen Häuflein Weißer und lassen uns von der ausgelassenen Stimmung mitreißen! Am Samstag Abend sind wir eingeladen im Edith Stephens, durch dort aufgestellte Teleskope in die Sterne zu gucken. Jetzt wissen wir alles über Orion, das Kreuz des Südens und die afrikanischen Sterndeutungen als Jäger, Zebras, Giraffen und Löwe!

Gerade tönt aus der Nachbarstraße mehrstimmiger Chorgesang, es ist Sonntag und völlig ruhig ansonsten. Die gemurmelten Gebete lassen auf eine nahe Kirche schließen. Sehen kann man nichts, die hohen Mauern umschließen unseren blauen Hof, schützen uns und verhindern jeglichen Sichtkontakt. Begegnungen finden höchstens auf der Straße und im Vorbeigehen statt; man lebt hier recht anonym und hört eher voneinander als dass man sich sieht. - Dennoch ist uns die Atmosphäre inzwischen vertraut und heute sonntäglich gefärbt. Die Schleierwolken brechen auf, direkt ist es wieder superwarm und sommerlich beschwingt. Wir freuen uns auf eine Woche Osterferien und werden morgen die Schulleiterin der Aachener Schule Am Lousberg treffen.


1. Woche: first workshop in Manenberg

Sonntag, 5. April 2009
Liebe Leute heute,
hier schon mal Fotos von den ersten 2 Bus-Shelters, die wir in nur einer Woche mit einer lauten Gruppe wunderbarer Kids gemacht haben ... viele weitere Fotos wird es Anfang naechster Woche auf www.bauwagen-goes-south.de (Projekt 2009) geben ... have a sunny and splendid sunday-afternoon, die UTA aus dem fernen Kapstadt, der es gut geht inmitten all des bunten Lebens !




Dear guys,
the project colOURful busSHELTERs startet, the first workshop with the first group is done, the first 2 busshelters are (nearly) finished ... look at the pics if you like and enjoy what crazy Germans did with lots of kids and lot of fun and a wonderful colleague in Manenberg/Lansdowne Road ... it was an exciting, exhausting week, wonderful intense, with over 30 degrees on Friday and us working outside besides the big street ! uff, the kids were really brave and did so good work ... Norbert and I are really happy that the project startet so well ...
Now, we will have the easter/holiday break, have more time and enjoy the surroundings ... so if you would like to see us, meet us, please let us know - would be wonderful !
ciao and have a wonderful sunday, UTA

colOURful busSHELTERs Bericht 1.Woche

Freitag, 27. März 2009
HI Leute, hier ist es der erste Wochenbericht ... Weiteres seht Ihr woechentlich MIT FOTOS auf www.bauwagen-goes-south.de
LIebste Gruesse aus dem fernen Sueden von UTA


Gut mit EMIRATES geflogen - ab Dubai sogar in Sitzen, in denen man gut schlafen kann. Melina und Bruce holen uns ab, es ist superwarm und sonnig. Welcome in Cape Town! Das Blue Cottage wartet schon auf uns, vertraute Atmosphäre in Obs (Observatory), 2 Zimmer, ein Aufenthaltsraum, kleine Küche, ein Hinterhof zum Draußensein - alles blitzeblau gestrichen, wir schwelgen seitdem in Blau. Zum Stöhnen bringen uns nur 350 Schlüssel, die wir zum Ein- und Abschließen brauchen, Frontdoor, Backdoor, alles 3 bis 5-fach gesichert! Uff!

Ein Sonntag am Strand, ein Tag zum Einkaufen, Auto in Empfang nehmen, Telefone und einen Account im Internet-Café einrichten ...

Wir besuchen die Fairview Primary School in Grassy Park und sind begeistert was aus dem Projekt vom Vorjahr geworden ist. Mister de Wet - der Schulleiter - lässt Norbert gar nicht mehr aus seiner Umarmung los und Mister Orgille - der Hausmeister - ist zum Gärtner mutiert und zeigt uns seine neusten “Werke”: einen Gartenteich und ein Shelter mit Tisch zur Pflanzenanzucht; Misses Gallo führt uns herum und wir stauen, wie üppig das Grün im Garten in einem Jahr gewachsen ist ... einige der Kinder erkennen Norbert wieder und erfreuen uns mit ihren Späßen ... wir können uns kaum losreißen von diesen agilen Menschen, die noch sooo viel vorhaben!

Seit Dienstag waren wir nun busy, die Vorbereitungen für unser Projekt zu schaffen - heute ist Freitag und wir können am Montag starten! Bei Selfhelp Manenberg trafen wir William und Juanita, die Transport organisieren, Catering vermitteln und uns Steven, den local artist, vorstellen.

Wir überfallen die Phoenix High School, deren Direktor noch von nix weiß und dessen Team und Schüler wir nach zweimaligem Besuch von unserem Projekt überzeugen, in 5 Klassen stellen wir uns vor (jeweils 9. Schuljahr, the “art and culture classes”), der Stufenlehrer verspricht tatkräftige Unterstützung. Steven war Schüler auf der Phoenix High und ist bekannt wegen seiner vielen Auftrags-Wandbilder, die er uns stolz zeigt.

Wir besuchen den Edith Stephens Wetland Park mit einer lachenden Luzann; sie bietet uns Raum zum Arbeiten an und Führungen durch den Park für alle Gruppen.

Puh! Gestern mussten wir erstmal uns und alle Informationen sortieren, Material bestellen, einen Timetable erstellen; erstes inhaltliches Brainstormen zu Ideen und Visionen zu den 11 schnuckeligen Busshelters, wovon wenigstens 7-8 von uns bearbeitet werden sollen ... und vielleicht reicht dann noch das Material und das Projektgeld um Selfhelp und Steven zu ermöglichen, die weiteren Haltestellen mit weiteren Gruppen zu gestalten?!? Das wäre toll.

Wir fühlen uns “very well organized and very efficient”, komme wer und was wolle; auch die Bedenken von Joint , was wir auf die Bushaltestellen bringen werden (sie wollen Konzepte sehen - vielleicht auch genehmigen? BEVOR wir mit der Malerei anfangen) werden wir sicherlich noch zerstreuen können.

Heute sind es kühle 21 Grad bei bedecktem Himmel, einer handvoll Regentropfen und kühlerem Wind; fürs Wochenende soll es wieder flotte 25 Grad und viel Blau über unseren Köpfen geben. Drückt uns mal die Daumen! Ciao vom fast gleichen Längengrad down under und 9500 km entfernt.

Uta


Zwischenbericht aus Kapstadt

Mittwoch, 25. März 2009
Ihr Lieben,

... es geht mir gut, was Wunder bei ca. 25 Grad Waerme mit softem Wind und Kuehle in der Nacht ... Sonntag waren wir am Meer in Camps Bay zum Schwimmen und Sonnen und Eisschlecken ... Montag waren wir auf dem Signal Hill, haben ueber die ganze Stadt und den ganzen Hafen gesehen UND haben WALE gesehen - es war toll ... ich bin zum ersten Mal auf der falschen Seite gefahren, es geht mittlerweile schon fast wie gekonnt, nur schalte ich immer noch ab und zu den Scheibenwischer an anstatt zu blinken !!! :-))) ... undheute bin ich dann beim Abbiegen mal auf die rechte Seite geraten - es waren aber gleich 2 Helfer bei mir, die mich hefitg auf die linke Seite gescheucht haben ... ansonsten macht Autofahren wirklich Spass, eine neue Dimension Kapstadt ...

Wir haben eingekauft, unser Haeuschen eingerichtet, die Morgensonne im blauen Hinterhof genossen, die kleine rote Katze kam mehrmals schmusen, wir haben schon fein gegessen und bei einer Ausstellung viele nette bekannte Leute getroffen - Dathini und Chou-chou, Voyile und und und ... gestern und heute haben wir “very well organized and efficient”, sprich richtig deutsch gearbeitet und mit dem Schuldirektor, der von seinem Glueck und unserem Projekt noch gar nix wusste, alles abgesprochen, was nur geht ... mit Selfhelp und dem Edith Stephens Wetland Park ebenso, uns rauchte der Kopf, aber wir koennen Montag anfangen !!!! MOrgen muessen wir uns erstmal sortieren, einen timetable erstellen und Material besorgen ...

... also, es geht wirklich gut ... ich moechte Euch alle neidisch machen und gruesse Euch herzlich, mit leicht heissem Gesicht und guter Laune, allerdings auch mit leicht dickem Kopf, der Cape Doctor blaest sein heftiges Lied vom Tafelberg runter . MOrgen gehts also weiter, Arbeit planen und strukturieren, wo wir nun doch die Bus/Shelters kriegen, also was kann dann noch schiefgehen ????! Nues !

Mit einem dicken Aermeln,
UTA

Richtung Südafrika-Kapstadt

Donnerstag, 19. März 2009
Ihr Lieben,

mal wieder vor einer großen Reise, mal wieder 2 Monate unterwegs, Richtung Südafrika-Kapstadt, diesmal zu Beginn des Herbstes dort unten, mit einem Konzept im Gepäck, das sich nicht wie geplant wird umsetzen lassen (das wissen wir erst seit 10 Tagen!) ... also muss ich mit meinem Kollegen Norbert flexibel vor Ort umdenken, anders planen, auf eine veränderte Situation reagieren ... wir kennen dies von Südafrika, wir lieben es auch deshalb - und es fordert heraus ! Auf diesem Hintergrund starten wir Freitag Abend das 2-monatige Abenteuer ...

Das Häuschen ist gebucht - wir werden im “Blue Cottage” in Kapstadt-Observatry wohnen - , das Auto auch, die NGO-Partner erwarten uns, liebe Freunde auch ... es ist ein Stück wie nach Hause kommen ... alles Weitere dann später und von “down under” ... ich grüße ganz herzlich, noch von Kohlscheid aus, lasst Euch den Einstieg in Frühjahr und Sommer hier gut gelingen ... und wenn Ihr in meinen email-Verteiler wollt, dann mailt mir doch ganz kurz an meine Reiseadresse:
utagoebelgross@yahoo.de

Mit herzlichen Grüßen,
UTA

new-years-letter

Donnerstag, 8. Januar 2009
8.1.2009 news from a new year


Dear friends,
you are in my mind, you joined my last year, we didn’t meet for a long time, we worked together very close. There are lots of reasons to say hello and wish you well and hope to find you fine and hope to meet you again.
I had an incredible year with 3 big journeys – starting at the end of 2007 in South Africa, and leading me to Serbia, Namibia and the USA.
It gave me the opportunity to see and listen to and smell very different parts of the world, to get an idea how people live, and to have the chance to be together with them for at least a short time. That was so great, thanks a lot to all of you ! - But also to those who wrote letters and emails and kept contact, friends and relatives and colleagues. How great is this technique to feel so close !
This coming year I will be in Cape Town for a creative-social-sustainable project within a township and kids from a school, and in cooperation with 2 NGOs called Selfhelp Manenberg and Wetlands Park. So I am gone from 20th of March to 20th of May … I am excited about that and I am looking forward again to a challenging experience.
I am busy on several new projects for the new year, BUT I am also looking forward to sort out the next years on my own work and artist’s carrier … somehow I got lost throughout the last years with too much organising-work, being busy but not really with my own art …
The next project is an exhibition in a women’s museum in Bonn. I will present an installation “message in a box”, that it based on the material of my own hair that I am collecting since years … I am excited if this will work amongst other art … the theme is “METHUSA – Black Goddess ? Old Bitch ?” and expresses the “getting-older” … this musem is spiritual AND political and handles with the not-being-seen of female artists all around the world.
My arts-group is celebrating its 15th anniversairy and we are planning a big big show over here in the most beautiful place in Aachen, which is the big chapel of an old cloister … we will have canvas-work hanging on a 60m wall, close to each other, filling up the space with RED … I love this idea and will start soon to dive in to the work … ;-))
And then there will be other projects in Aachen, in France, and who knows where else ::: ;-))) … you know that I am very open and spontaneous and love to jump in whatever is coming my way and is exciting … ;-)))

With warmth from my heart, take care and have a good and successful year ! I am curious what will come your way and what will be your life and work in the future – let me know … with a big big smile ;-))) UTA

herbst im gepäck 3.11.2008

Montag, 3. November 2008
november-grau nach all dem sommer . nach belgrad im juli, namibia im august und usa ab mitte september . schon wieder ein sommer-jahr vorbei . im gepäck trage ich tausende fotos, bilder von landschaften, erinnerungen an gespräche und begegnungen mit menschen, die mir so viel bedeuten . jetzt gilt es, die ernte einzufahren und zu verarbeiten . es wird zeit brauchen. kommt und besucht mich in meinem raum voller reiseschätze .

"herbst im gepäck 3.11.2008" vollständig lesen